Eiersuchen mit Dementen

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Der Eiersuch-Trend an Ostern erreicht demenziell Veränderte

Demenziell Veränderte suchen ihre eigenen versteckten Eier
Wett-Eiersuchen, After-Oster-Party oder Sänger und Eier-Maler sorgen für ein unvergessliches Event in Demensheim (Foto:Fotolia)

Unter Ostern verstehen viele Deutsche ein großzügiges Frühstück mit Brötchen, frische gepresstem Orangensaft und allem was sonst noch dazu gehört. Die Eiersuche gilt als Hauptspektakel für Kinder und Familie. Das Seniorenwohnen aus Demensheim sorgt nun für frischen Oster-Wind in den demenziellen Reihen und veranstaltet ein Eiersuch-Event.

Die Eierjagt ist eröffnet

Zum ersten Mal in der Pflegegeschichte inszenierte ein Seniorenwohnheim eine Eierjagt für demenziell Veränderte, die einem Event glich. „Als Kind ist die Eiersuche immer ein Spaß gewesen, daran sollen sich die Bewohner wieder erinnern“, so Hildegard Egg, Einrichtungleiterin des Seniorenwohnens. Neben Lokalpresse und Fotografen war auch Bürgermeister Helmut Ister geladen.

Vorbereitung ist das A und O

„Die Eiersuche sollte ein großes Event werden, woran sich jeder gerne erinnert“, sagte Egg. So sorgte ein 20-köpfiges Organisationsteam aus Ingenieuren, Eventplanern und Dekorationskräften für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Eine Bühne mit Livemusik, Popcornstand, Artisten des Zirkus HalliGalli und professionelle Eier-Maler aus Schweden, die zusätzlich eingeflogen wurden, sorgten für Unterhaltung. Das örtliche Sportgeschäft stattete die Senioren zusätzlich mit Sport-Kleidung und Equipment wie Wanderstöcke aus. Auch Rollstühle wurden mit geländetauglichen Reifen versehen. Der Clou an der Aktion: Die demenziell Veränderten haben die Eier einen Tag zuvor selbst versteckt und sollten sich dann die Verstecke einprägen.

Der Startschuss

Am darauffolgenden Tag durften Sie nach dem Frühstück loslegen. Schlagersänger Florian Hase eröffnete die Jagt mit seinem passenden und jüngsten Hit „Das weiße Ei“. Los ging es um neun Uhr. Rund 260 Gäste waren an diesem Event erschienen und feierten bei Sekt und Horsd’œuvre die Eiersuche. Wetten auf die Suchenden rundeten das Spektakel ab.

Siegerehrung mit After-Show-Party

Nach acht-stündiger Suche fand schlussendlich auch der Letzte seine Ostereier. Es folgte die Siegerehrung. Platz eins, Gerald Sucher, fand seine 80 Schokoeier innerhalb einer Stunde und erhielt einen Oster-Wander-Pokal, der mit Mon Cherie und Rocher gefüllt war. Anschließend wurden die Bewohner für die After-Oster-Party in Kleider und Anzug gekleidet. Die Feier endete schließlich gegen fünf Uhr morgens. „Das Event war ein großer Erfolg“, bilanziert Hildegard Egg.

 

 

 

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