Hinter den Kulissen Teil III: Als Putzkraft im Pflegeheim

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Putzkraft Johnny erzählt aus seinem Alltag im Pflegeheim

Die Putzkraft bei der Tätigkeit.
Johnny lebt für seinen Job als Putzkraft. Die Wohngemeinschaft für Senioren in Filderstadt ist seine Arbeitsstätte. (Foto: WGfS)

Ordnung und Sauberkeit sind ihr Metier. Schrubben, Saugen, Fegen – der Aufgabenbereich ist breit gefächert. Stets zur Hilfe und auf Abruf: die Putzkräfte.

Johnny sorgt für Makellosigkeit

Johnny trifft man fast täglich in der Wohngemeinschaft für Senioren in Filderstadt. Er sorgt für Hygiene und Gepflegtheit der Einrichtung. Sein ursprünglicher Name: Ionut Chelalu. „Johnny ist mein selbsterfundener deutscher Name“, so der gebürtige Rumäne. Nach Deutschland kommt er zunächst alleine. Der Wunsch nach einem besseren Leben treibt ihn in den Südwesten. Seine Frau folgt. Den Job erlangt er durch Bekannte. Erfahrungen in dem Metier bringt er aus vorhergegangenen Jobs mit. Umgehend nach seiner Bewerbung bei Inhaberin Rosemarie Amos-Ziegler wird der Rumäne eingestellt. „Putzkräfte sind immer sehr gefragt“, so Amos-Ziegler. Sauberkeit und Hygiene seien besonders wichtig in Pflegeeinrichtungen. Seit Dezember 2015 ist Johnny bei den Zieglers angestellt. Der 32-Jährige ist seitdem auch für Einkauf, Bestellungen und Lagerhaltung zuständig. „ Bestellen muss ich Nahrungsmittel, Getränke und Pflegeartikel“, so der gelernte Koch.  Er ist ebenfalls verantwortlich für die Gebäudereinigung. Der Rumäne ist in seiner Tätigkeit als Reinigungskraft körperlich gefordert, denn zu seinen Pflichten gehört das Putzen von Fußböden und Fenstern ebenso wie Staubsaugen. Zu seinen leichteren Aufgaben zählen Müll entsorgen, Bettwäsche wechseln, Wäsche waschen und die Oberflächenreinigung diverser Möbel in den jeweiligen Räumlichkeiten.

Reinigungskraft aus Leidenschaft

Der 32-jährige Rumäne belegt entweder Früh- oder Spätschicht. Manchmal bis zu acht Tage am Stück. Der Frühdienst beginnt um 6.15 Uhr und endet um 13.45 Uhr. Spätdienst findet von 11.30 Uhr bis 19.45 Uhr statt. In beiden Fällen hat Johnny eine halbe Stunde Pause, um sich von seiner anstrengenden Arbeit eine Auszeit  zu nehmen. Schichten sind in Zwei-Wochen-Plänen eingeteilt. Im Monat arbeitet die Putzkraft zwei Wochenenden durch. Anschließend wird für Johnny das Wochenende nach hinten verschoben: er hat Montag und Dienstag frei. „Jedoch arbeitet niemand bei uns länger als acht Tage am Stück“, sagt Amos-Ziegler. Für Chelalu, alias Johnny, hat sich sein Leben durch die Auswanderung verbessert. „Ich mache das hier aus Leidenschaft“, so der gebürtige Rumäne. Er betont, er wolle seinen Job für immer machen. Der gelernte Koch kommt jedoch nicht von seiner zweiten Passion ab. „Ich würde gerne noch in der Küche hantieren“, wünscht sich der Filderstädter.


Nele Ruppmann Jahrgang 1998, studiert germanistische Linguistik an der Uni Stuttgart. Nebenher ist sie als freie Mitarbeiterin für die Pflegebibel aktiv. Ihr Lebensmotto: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

 

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