Keine Angst vorm Pflege-Roboter

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Jeder Vierte offen für moderne Medizintechnik

Mit den Rollatoren hielt die Technik in der Pflege Einzug. Roboter sind der nächste Schritt. (Foto: Fotolia)

26 Prozent der Deutschen können sich offenbar vorstellen, von einem Pflege-Roboter versorgt zu werden. Das geht aus einer Befragung hervor, die das Bundesforschungsministerium in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse wurden am Montag vorgestellt.

Fachkräftemangel und Kostendruck begünstigen den Einsatz von Pflege-Robotern, die etwa das Trinkverhalten eines Betagten überwachen, seine Mobilität fördern oder mittelfristig weitere Dienste erbringen könnten. Die Forschung erschließt hier immer weitere Anwendungsfelder wie Medikamentierung.

Akzeptanz der Betroffenen für Technik unverzichtbar

Unverzichtbar für diese Entwicklung ist jedoch die Akzeptanz der Betroffenen, weshalb Bundesforschungsministerin Johanna Wanka diesen Aspekt untersuchen ließ. Ergebnis: 26 Prozent der Befragten, also mehr als jeder Vierte, steht dem Robotereinsatz offen gegenüber.

Auch in der computergestützen Überprüfung von Gesundheitsdaten aus der Ferne sehen demnach sogar 51 Prozent der Befragten große Möglichkeiten für den Gesundheitserhalt und die Pflege. Christdemokratin Wanka sieht darin ein Indiz, dass sich die Bürger für neue Gesundheitstechnologien interessieren. Es sei wichtig, dass die Forscher mit den potentiellen Patienten darüber ins Gespräch kommen.

Einen Überblicksartikel zur Pflegerobotik finden Sie unter werpflegtwie.

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Leonhard Fromm (Jg. 1963) ist Gründer der Pflegebibel. Der Theologe und Wirtschaftsjournalist, der sich vielfach sozial engagiert, schreibt vor allem über Management in der Pflege. Der zweifache Vater interessiert sich für Zahlen, Daten, Fakten: „Verändern kann das System nur, wer seine Spielregeln versteht.“

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