Politikerin macht Pflege-Praktikum

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Monika Lazar will “Realität erleben”

Bundestagsabgeordnete Monika Lazar lässt sich Pflege-Abläufe erklären. (Foto: Frank Schütze)

Selbst sehen, besser verstehen: Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich bei einem Praktikum selbst ein Bild vom Pflege-Alltag gemacht. In der Leipziger Wohngemeinschaft Villa Rosenhöhe hat die Politikerin mitangepackt.

Spüren, wie Politik sich auf die Pflege auswirkt

Insgesamt 26 Bewohner in vier Wohngemeinschaften (WG) leben in der Villa Rosenhöhe. In familiärer Atmosphäre gestalten die Rentner gemeinsam ihren Tag, trotz demenzieller oder körperlicher Beeinträchtigungen. “Die Pflege ist eines der wichtigsten sozialen Themen unserer älter werdenden Gesellschaft. Mir ist es daher wichtig, hierfür ein offenes Ohr zu haben und die Auswirkungen der Politik in der Realität zu erleben“, schildert Lazar ihre Motivation. Einen Tag lang half die prominente Praktikantin mit und gewann so einen Einblick in WG-Abläufe und moderne Altenpflege.

Praktikum als Diskussionsgrundlage

Gabriele Timm, Inhaberin des Pflegedienstes, der die WGs betreut, packte die Gelegenheit beim Schopf. Sie sprach sich für eine leistungsgerechte Vergütung sächsischer Pflegedienste aus. „Ziel muss sein, ausreichend Zeit für die ambulante Krankenpflege zu sichern. Und damit den Pflegediensten das langfristige Binden der Fachkräfte zu ermöglichen, um deren Abwanderung in andere Bundesländer zu verhindern“. Lazar will die gesammelten Erfahrungen in Gespräche mit Kollegen im Gesundheitsausschuss des Bundestages mitnehmen. „Der demographische Wandel hält zahlreiche Herausforderungen bereit. Wer diese meistern will, muss auch in die Lage versetzt werden zu gestalten“, so Lazar.

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Jahrgang 1989, „Die Pflegebiblerin“ hat Medienwirtschaft in Stuttgart studiert, langjährige Jugendleiterin, lernte den Online-Journalismus bei ProSiebenSat.1 Digital kennen, arbeitete in einer Londoner Nachrichtenagentur, hat die besten Ideen beim Wandern und ist begeisterte Köchin. Ihr Lebensmotto: Wenn Plan A nicht funktioniert, bleiben noch 25 andere Buchstaben.

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