Allergie gelindert – Cranio-Therapie hilft

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Allergie-Stop: Mach mal eine Cranio-Therapie – damit das mit dem Frühling klappt. (FOTO: Fotolia)

Allergie gelindert – Cranio-Therapie hilft

„Hatschie!“ – im Frühling läuft die Nase. 25 Millionen Deutsche leiden an Heuschnupfen. Das ist jeder Sechste. Eine Studie der Deutschen dermatologischen Gesellschaft (DDG) hat herausgefunden, dass vor allem Frauen mit Pollen kämpfen. Mehr als jede Dritte leidet unter der Allergie (39 Prozent).

Medizinmarkt bietet viel

Folgen sind laufende Nasen, juckende Augen und immer öfters: Asthma. Warum das so ist, ist noch unklar. Wissenschaftler vermutet, dass Stickoxide, Ruß, Zigarettenrauch und Abgase Schleimhäute durchlässiger und somit den Weg für Pollen frei machen. Als Hilfe bietet der Markt viel an: Asthmaspray, Histamin-Hemmer oder eine Desensibilisierung. Auch ihr Essen sollte Allergiker besser umstellen.

„Ich kümmere mich bewusster um meinen Körper“

Ich selbst leide seit Kindertagen an Heuschnupfen. Tabletten und Spritzen kenne ich seit mehr als 40 Jahren. Gewirkt hat indessen nichts wirklich. Heilung scheint unmöglich. Linderung ja. Seit Januar dieses Jahres lasse ich mich von einer Cranio-Sakral-Therapeutin behandeln. Ich habe beschlossen, mich bewusster um meinen Körper zu kümmern.

Erste Erfolge stellen sich ein. Statt wie früher von März bis Juli täglich eine Tablette (Cetirizin) zu schlucken und mit zwei Salbutamol-Hüben den Weg für die Luft in die Lungen zu öffnen, komme ich mit einer Tablette in zwei Wochen aus. Zum Spray greife ich noch seltener.

Visualisierungen helfen zu entspannen

Was mir seither mehr Lebensqualität schenkt, sind die nach innen orientierten, meditativen Sitzungen. In diesen finde ich mit Hilfe meiner Therapeutin einen Zugang zu meinen Bronchien, zu meinem Brustkorb und in meine Nasenschleimhäute. Visualisierungen helfen mir außerhalb der Sessions, mich zu entspannen, sobald ein Spasmus meine Muskulatur lähmt. Zudem meditiere ich täglich und lasse Schleimhäute und Bronchien bewusst weicher werden – ein Bild, das für mich passt.

„Der Therapeut widmet sich mit seiner Aufmerksamkeit dem Patienten.“

Michael Schubert erklärt, was in einer Cranio-Sakralen-Therapie abläuft: „Der Therapeut widmet sich mit seiner Aufmerksamkeit dem Patienten.“ Dabei erspürt und verfolgt er mit dem zu Behandelnden Widerstands und Bewegungsmuster im Körper. Diese Blockaden können Patienten energetisch auflösen. In der Körperarbeit gehe es um Humanität statt um Effizienz, verdeutlicht der 55-Jährige, der an seiner Freiburger Schule seit 25 Jahren in der biodynamischen Cranio-Sakral-Therapieform ausbildet.

Pflegekräfte nutzen Cranio

Cranio-Therapeut und Ausbilder Michael Schubert aus Freiburg (FOTO: Privat)

Als gelernte Altenpfleger, Masseur und Rettungssanitäter ist Schubert mit dem deutschen Pflegesystem vertraut. Zu seinen Kursteilnehmern, die die dreieinhalbjährige Cranio-Ausbildung mit einem anerkannten Diplom abschließen, gehören auch einige Pflegekräfte. Mit ihnen werde ich in den kommenden Wochen sprechen, um auszuleuchten wo ihnen die Therapieform im Alltag hilft. Die Interviews dazu gibt es dann hier auf Die Pflegebibel.

Bei mir ist es nach einem halben Jahr Therapie nicht so, dass ich komplett geheilt bin. Doch auf einer Skala von eins für geheilt bis zehn für Atemnot mit Todesangst rangiere ich zwischen zwei bis vier. Was ich heute sehen kann, sind neben den Pollen die seelischen Umstände, die mir die Luft rauben.

Lebenseinstellung ändert sich

Hand in Hand mit der Therapie geht für mich eine veränderte Sicht auf mein Leben. Wenn ich in Kontakt mit meinen von der Allergie betroffenen Körperteilen bin und sie bitte nachzureifen und weicher zu werden, entspricht das auch meiner eigenen Haltung. Statt hart und unerbittlich zu mir und meinen Umfeld zu sein, kann ich inzwischen liebevoller und gelassener mit mir und den Menschen um mich herum umgehen. Meine Lebensqualität ist dadurch in Summe gestiegen.

Kontakt zum Autor: Sudahl@der-lebensberater.net, Telefon 07181 4779998.
www.der-lebensberater.net

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Michael Sudahl
Michael Sudahl (Jahrgang 1973) ist Pflegebibel-Initiator und greift am liebsten zu brisanten Themen in die Tasten. Der gelernter Banker, Journalist und Körpertherapeut ist seit Jahren in der Pflege unterwegs: Er berät soziale Organisationen in der Kommunikation und geht als Lebensberater und Schattenjäger den Dingen gerne auf den Grund. Michaels Motto: “Sei du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt” (Ghandi)

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