Hinter den Kulissen Teil II: Als Hausmeister im Pflegeheim

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Hausmeister Olaf Matthes erzählt aus seinem Alltag im Pflegeheim

Hausmeister der WGfS bei seiner Arbeit.
Hausmeister Olaf Matthes blüht in seiner Tätigkeit auf. (Foto: WGfS)

Er ist der Kümmerer des Hauses, sorgt für Ordnung und Struktur. Sein Aufgabenbereich reicht von der Gartenpflege, über den Winterdienst bis hin zu Reparaturen. Die Rede ist vom Hausmeister, neudeutsch auch Facility Manager.

Sauber, sicher und funktionsfähig

Olaf Matthes ist diesen August zwei Jahre Hausmeister bei der Wohngemeinschaft für Senioren in Filderstadt. Inhaberin Rosemarie Amos-Ziegler kennt er seit mehr als 25 Jahren. Durch sie und ihren Mann Klaus kam der 55-Jährige zu dem Job. „Ich war Kraftfahrer und irgendwann hatte ich darauf keine Lust mehr“, so Matthes.

Nachdem er seinen jahrelangen Nachbarn, den Zieglers, von seinem Unmut berichtet, bieten sie ihm einen Job als Hausmeister an. Da er bereits Erfahrung als Hauswart einer Eigentümergemeinschaft hat, fällt es ihm leicht, in den neuen Beruf zu wechseln.

Um 6 Uhr startet der Arbeitstag für Matthes. „Ich liebe die Morgenstunden, wenn ich alles in Ruhe abarbeiten kann, während andere noch schlafen“, so der Hauswart. Zu seinem täglichen Metier gehört es, hauptsächlich für Ordnung und Funktionsfähigkeit innerhalb der Einrichtungen zu sorgen. Er kümmert sich um die Müllstation, füllt Getränke auf, räumt den Keller und das Lager auf.

Den Rasen zu mähen oder im Winter Schnee zu schippen, sind ebenfalls Teile seiner Tätigkeit. „Zusammengefasst kann man sagen, dass meine Aufgabe ist, alles picobello zu halten“, schmunzelt der 55-Jährige. Hat er seine Arbeit am Vormittag erledigt, folgt eine einstündige Mittagspause.

Das Hobby zum Beruf machen

„Mir gefällt alles an meinem Job, doch am liebsten mag ich die Notfälle und die Herausforderungen bei Reparaturen oder Instandsetzungen“, so Matthes. Die praktisch-technischen Aufgaben liegen dem Hobby-Tüftler am meisten. „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, werde sozusagen für mein Hobby bezahlt“, sagt der Hauswart der WGfS und strahlt dabei Begeisterung aus. Er würde nichts an seiner Arbeit ändern wollen. Der Hausmeister aus Leidenschaft musste lange auf diese Gelegenheit warten, seinen Traumjob zu finden. „Ich bin mir sicher, dass ich das bis zu meiner Rente machen will“, sagt er deshalb.

Nachdem die komplette Einrichtung sauber, sicher und funktionsfähig ist, inspiziert der Filderstädter nochmals jeden Winkel, ehe er gegen 17 Uhr Feierabend macht. „Dann gehe ich nach Hause und freue mich schon auf den nächsten Arbeitstag in meinem Hobby“, sagt der 55-Jährige.


Nele Ruppmann Jahrgang 1998, studiert germanistische Linguistik an der Uni Stuttgart. Nebenher ist sie als freie Mitarbeiterin für die Pflegebibel aktiv. Ihr Lebensmotto: Man sieht nur mit dem Herzen gut.“Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

 

 

 

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Nele Ruppmann Jahrgang 1998, studiert germanistische Linguistik an der Uni Stuttgart. Nebenher ist sie als freie Mitarbeiterin für die Pflegebibel aktiv. Ihr Lebensmotto: “Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

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