Acht Tipps zur Achtsamkeit – Teil 2 (von 4)

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Wie Angehörige von Menschen mit Demenz auf ihre Selbstpflege achten können

Eigene Hobbie sollten weiterhin gepflegt werden . (Foto: Pexels)

Duschen. Kleidung wechseln. Essen geben. Das sind nur drei Tätigkeiten, die pflegende Angehörige täglich auf Trab halten. Hinzu kommt eine angemessene Kommunikation mit Menschen mit Demenz, Abklärungen mit Krankenkasse und Hausarzt. Puh. Das kann ganz schön stressen. Und: Die Bedürfnisse der Angehörigen gehen dabei unter. Wie können Angehörige auf sich selber achten? Acht Tipps zur Achtsamkeit. Zweiter Teil.

Die ersten zwei von diesen acht Tipps lauteten…

Tipp 1: Nehmen Sie Hilfe in Anspruch
Tipp 2: Pflegen Sie soziale Kontakte

Tipp 3: Singen oder pfeifen Sie.

Wer fröhlich ist, der singt und pfeift häufig vor sich hin. Aber: Das funktioniert auch umgekehrt. Singen oder pfeifen Sie doch einfach einmal vor sich hin, wenn Sie schlechte Laune haben. Und Sie werden dabei wahrscheinlich entdecken, dass Sie langsam aber sicher fröhlicher werden. Natürlich können Sie auch Ihren dementen Angehörigen einbeziehen. Singen und pfeifen tut auch ihm gut.

Tipp 4: Gehen Sie einem Hobby nach.

Eine Angehörige hat sich einmal beklagt: „Ich weiß gar nicht mehr, was ich gern mache.“ Ihre Freundin hat daraufhin gesagt: „Du warst früher immer gern im Garten.“ Jetzt reicht die Zeit zwar nicht mehr, um in den Garten zu gehen. Aber: Die Nachbarin schaut immer wieder einmal vorbei und betreut den dementen Partner der Angehörigen. Und in dieser Zeit kann die Ehefrau ein kleines Blumenbeet auf dem Balkon pflegen und sich um ihre Tomaten kümmern. Das entspannt sie sehr. Was ein kleines Hobby ausmachen kann…

Hier der Ausblick auf die Tipps, die in weiteren Kolumnen erscheinen:

Tipp 5: Sind Sie nicht perfekt.
Tipp 6: Sind Sie dankbar.
Tipp 7: Schultern Sie nicht alles allein.
Tipp 8: Machen Sie eines nach dem anderen.

Als Buchtipp empfehle ich Ihnen den kleinen praktischen Ratgeber „Gelassenheit lernen“.


Über Uli Zeller
Uli Zellers aktuelles Buch heißt „Frau Franke sagt Danke. Mutmachgeschichten für Menschen mit Demenz“. Bekannt wurde der Krankenpfleger, Journalist und Theologe durch seine Vorlesebücher für Menschen mit Demenz und einen Ratgeber für Angehörige aus christlicher Sicht. Bei uns schreibt der Autor über seinen Pflegealltag. Er gibt Tipps für Pflegekräfte und pflegende Angehörige. Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreiben Sie ihm über info@die-pflegebibel.de oder die Kommentarfunktion.

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