Twittern wie Rüddel

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Ein Politiker bringt die Pflege in Bewegung

Wenn Politiker twittern, dann kann das nach hinten losgehen. Nun hat es den CDU-Politiker Erwin Rüddel erwischt. Mit einem Tweet zieht er den Zorn zahlreicher Pflegender auf sich.

Vermeintlich harmloser Tweet…

Alles begann mit einem vermeintlich harmlosen Tweet des Diplom-Betriebswirts am späten Montag Abend. Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag schlug Pflegenden einen „Deal“ vor: Er versprach „gute Zeiten für gute Pflege“, wenn Pflegende  anfangen, positiv über ihren eigenen Beruf zu sprechen. Dann würde die Politik auch konsequent handeln.

Shitstorm vorprogrammiert

Was sich dann abspielte dürfte den Bundestagsabgeordneten überrascht haben. Unter #twitternwierueddel entbrannte auf Twitter ein wahrer Shitstorm. Pflegende machen sich mit viel Ironie und Sarkasmus Luft und zeigen Koalitionsverhandler Rüddel, was sie von seinem „Deal“ halten. Einige der Tweets sind dabei humoristische Meisterwerke, die mit einem Augenzwinkern die Schattenseiten des Berufs ins Gegenteil verkehren und so wunderbare Euphemismen für den Pflegenotstand schaffen.  Es wird in einem fort getwittert, und retweetet, was die Tasten hergeben. Selbst bekannte Persönlichkeiten wie der Journalist Jakob Augstein lassen ihre Follower an #twitternwierueddel teilhaben.

#twitternwierueddel-Talkrunde gefordert

Die Twitter-Kampagne, die mit einigen wenigen Tweets begann, nimmt seit gestern Abend zunehmend an Fahrt auf. Mittlerweile sind mit Buzzfeed, ze.tt und Neues Deutschland die ersten Medien aufmerksam geworden und in die Berichterstattung eingestiegen. Immer mehr Menschen mischen kräftig mit, wenn es um #twitternwierueddel geht. Und die Macher des CareSlam fordern zwischenzeitig gar Fernsehsender auf, eine #twitternwierueddel-Talkrunde auf die Beine zu stellen.

Stellungnahme angekündigt

Der Shitstorm, der Erwin Rüddel entgegenschlägt dauert nun bereits zwei Tage und ein Ende ist bislang nicht abzusehen. Reagiert hat Politiker Rüddel bis lang noch nicht. Unter Berufung seines Büros, arbeitet er jedoch an einer Stellungnahme.

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