Acht Tipps zur Achtsamkeit – Teil 3 (von 4)

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Wie Angehörige von Menschen mit Demenz auf ihre Selbstpflege achten können

Wer täglich seine Dankbarkeit niederschreibt, bleibt gesünder. (Foto: Pexels)

Duschen. Kleidung wechseln. Essen geben. Das sind nur drei Tätigkeiten, die pflegende Angehörige täglich auf Trab halten. Hinzu kommt eine angemessene Kommunikation mit Menschen mit Demenz, Abklärungen mit Krankenkasse und Hausarzt. Puh. Das kann ganz schön stressen. Und: Die Bedürfnisse der Angehörigen gehen dabei unter. Wie können Angehörige auf sich selber achten? Acht Tipps zur Achtsamkeit. Dritter Teil.

Die ersten vier von diesen acht Tipps lauteten…

Tipp 1: Nehmen Sie Hilfe in Anspruch
Tipp 2: Pflegen Sie soziale Kontakte

Tipp 3: Singen oder pfeifen Sie.
Tipp 4: Gehen Sie einem Hobby nach.

Tipp 5: Sind Sie nicht perfekt

Oh nein. Ihr dementer Ehemann hat schon wieder einen Fleck auf dem Hemd. Was das für Mathilde jedesmal bedeutet: Hemd ausziehen, Neues Hemd anziehen, Altes Hemd waschen. Denn: Der Ehepartner soll doch ordentlich aussehen. Es ist ja schön, dass Mathilde alles perfekt machen will. Aber: Muss wirklich alles perfekt sein? Vielleicht ist ja gar nicht alles schlecht oder fahrlässig, was nicht ganz perfekt läuft. Vielleicht würde es ja auch einmal ausreichen, einen Lappen zu nehmen – und einen Fleck einfach nur grob aus dem Hemd zu waschen. Nicht alles muss perfekt laufen…

Tipp 6: Sind Sie dankbar

Studien zeigen: Dankbare Menschen werden weniger krank. Wer in ein Dankbarkeitstagebuch drei Dinge pro Tag aufschrieb, für die er dankbar war, hatte wesentlich bessere Gesundheitswerte. Versuchen Sie doch einmal, Rituale der Dankbarkeit zu entwickeln – und in Ihren Alltag einzubauen. Beispiele: Jeden Abend drei Dinge aufschreiben, für die Sie dankbar sind. Jeden Morgen drei Minuten darüber nachdenken, welche Gründe Sie zum Danken haben (zum Beispiel während des Zähneputzens). Oder: Vor dem Mittagessen ein Dankgebet sprechen.

Hier der Ausblick auf die Tipps, die in einer vierten Kolumne zum Thema erscheinen:

Tipp 7: Schultern Sie nicht alles allein.
Tipp 8: Machen Sie eines nach dem anderen.

Als Buchtipp empfehle ich Ihnen den kleinen praktischen Ratgeber „Nein sagen. Die besten Strategien.“.


Über Uli Zeller
Uli Zellers aktuelles Buch heißt „Frau Franke sagt Danke. Mutmachgeschichten für Menschen mit Demenz“. Bekannt wurde der Krankenpfleger, Journalist und Theologe durch seine Vorlesebücher für Menschen mit Demenz und einen Ratgeber für Angehörige aus christlicher Sicht. Bei uns schreibt der Autor über seinen Pflegealltag. Er gibt Tipps für Pflegekräfte und pflegende Angehörige. Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreiben Sie ihm über info@die-pflegebibel.de oder die Kommentarfunktion.

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