Sätze, die kein Vorgesetzter hören will

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Diese zehn Aussagen solltest Du vermeiden

Mag im privaten Umfeld „frei von der Leber weg“ vielleicht gut ankommen – am Arbeitsplatz macht Diplomatie mehr Sinn. Foto: Fotolia

Egal, wie sympathisch Du Deine Chefin findest und wie gut ihr euch versteht: Es gibt Dinge, die du ihr gegenüber einfach nicht äußern solltest. „Mag im privaten Umfeld ‚frei von der Leber weg‘ vielleicht gut ankommen – am Arbeitsplatz gilt: erst denken, dann reden“, sagt Simone Stargardt. Die Inhaberin einer privaten Weiterbildungsakademie rät, die folgenden Sätze vor Vorgesetzten zu vermeiden:

Das weiß ich nicht

Natürlich musst Du nicht auf jede Frage eine Antwort parat haben. Benötigt ein Vorgesetzter jedoch Input von Dir, hilft Achselzucken nicht weiter. Probiere  es stattdessen mit „Das finde ich heraus“ und zeige so Deine Kompetenz, Probleme zu lösen.

Nein, das schaffe ich nicht mehr

Natürlich solltest Du nicht zu allem „Ja“ sagen. Doch ablehnen ohne jegliche Begründung wirkt schroff und kann dem Betriebsklima schaden. Statt einfach „Nein“ zu sagen, könntest Du etwa erklärend hinzufügen, dass Du Deine heutige Arbeit kaum schaffst und deshalb keine Zusatzaufgabe übernehmen kannst. Oder frage nach der Priorität. Vielleicht kannst du die zusätzliche Aufgabe auch erst in ein paar Tagen erledigen.

Das kann ich nicht

Die Aussage vermittelt Deinem Gegenüber fehlendes Selbstbewusstsein und mangelnde Risikobereitschaft. Formuliere daher besser: „Darüber müsste ich mich erst informierten.“ Wenn Du Dich der Aufgabe trotzdem nicht gewachsen siehst, teile Deiner Vorgesetzten mit, dass Du Hilfe benötigst.

Bei meinem vorherigen Arbeitgeber haben wir das anders gemacht

Selbst wenn tatsächlich etwas nicht richtig läuft, macht es keinen Sinn, einen neuen Arbeitsplatz mit dem vorherigen zu vergleichen. Versuche, Dich auf neue Methoden einzulassen. Läuft es wirklich in die falsche Richtung, belege das mit stichhaltigen Argumenten. und formuliere Verbesserungsvorschläge als Frage: „Was haltet ihr davon, wenn wir das so machen:….“

Das war ich nicht, das war die Kollegin

Anderen die Schuld zu geben wird schnell als Anschwärzen ausgelegt. Liegt der Fehler nicht bei Dir, erkläre das möglichst ohne dabei einen Kollegen zu beschuldigen.

Das steht nicht in meinem Stellenprofil

Dass Arbeit bei Dir landet, die nicht unbedingt zu Deinem Aufgabenfeld gehört, kann gerade in der Pflege immer wieder passieren.  Wenn möglich, zeig Dich flexibel und beweise so, dass Vorgesetzte sich auf Dich verlassen können. Das kann Dir zugutekommen, etwa bei einer nächsten Beförderung, einer Weiterbildung oder wenn Du einmal kurzfristig einen freien Tag brauchst.

Tippgeberin Simone Stargardt ist Geschäftsführerin von carriere & more, einer Weiterbildungsakademie mit Standorten in der Region Stuttgart, Mannheim und Würzburg. Foto: carriere & more

Und was habe ich davon?

Versuche nicht aus einer Situation, in der Du für jemanden einspringen sollst, einen Vorteil zu ziehen. Denk daran, dass auch Du einmal auf die Unterstützung Deiner Kollegen angewiesen sein könntest.

Sorry, aber mit dem/der kann ich nicht zusammenarbeiten

Du musst Dich mit Kollegen nicht privat verstehen, um beispielsweise gemeinsam eine Nachtschicht zu übernehmen. Lass persönliche Konflikte am Arbeitsplatz außen vor. Im besten Fall weiß Dein Arbeitgeber gar nicht, mit wem Du gut kannst und mit wem nicht. Gibt es dagegen fachliche Gründe, die gegen eine Zusammenarbeit sprechen, besprich das unter vier Augen mit Chef oder Chefin und bleib dabei sachlich.

Dann suche ich mir eben einen anderen Job

Das kannst Du zwar denken, doch ausgesprochen wirkt eine solche Aussage wie eine Drohung und gehört deshalb nicht in ein Arbeitsumfeld. Wenn Du unzufrieden mit Deiner Arbeit bist, schildere Deinen Vorgesetzten besser Situationen, in denen Du Dich ungerecht behandelt gefühlt hast und bleib konstruktiv in Deiner Kritik.

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