Raten macht Spaß

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Rätsel wecken Erinnerungen und stärken das Selbstbewusstsein

Bild: pixabay.com

Herr Hübel kann sich an viele Worte nicht mehr erinnern. Wenn man ihm aber einige Worte vorgibt, kann er diese oft gut ergänzen. Rätsel kurbeln Erinnerungen an. Und nachdem Herr Hübel einige Rätsel gelöst hat, findet er schneller die Worte, die er gerade braucht.

Frau Frisch freut sich: „Eben habe ich das Rätsel gelöst.“ Wer merkt, dass er etwas kann, wird dabei selbstbewusst – und kann sich über die Fähigkeiten freuen, die vorhanden sind. Anstatt über das zu trauern, was nicht mehr abrufbar ist.

Ein Beispiel: Was hat Edith früher gearbeitet?

  • Edith hat im Krankenhaus gearbeitet.
  • „Station“ hieß ihr Arbeitsplatz.
  • Edith hatte weiße Dienstkleidung an.
  • Sie hat Patienten gepflegt.
  • Edith hat Kranken dabei geholfen, sich zu waschen.
  • Sie hat ihnen Essen gereicht.
  • Manchmal musste sie auch Patienten drehen, damit sie keine Wunden bekommen.
  • Wenn es den Patienten schlecht ging, hat Edith sie getröstet und ihnen die Hand gehalten.
  • Edith hat Blutdruck und Puls gemessen.
  • Sie hat Spritzen verabreicht.
  • Außerdem hat Edith Medikamente gerichtet und Tabletten verteilt.

Wie hieß der Beruf von Edith?

Zu plump?

Manchmal kann es zu plump wirken, solche Fragen wie in einem Quiz zu stellen. Dadurch kann nämlich Druck aufgebaut werden. Mein Gegenüber fühlt sich dann vielleicht wie früher im Klassenzimmer. Und mich sieht er als eine Art Lehrer, dem er Fragen beantworten muss. Wenn ich an meine Lehrer zurück denke, ist das nicht immer die schönste Vorstellung…

Wie es noch eleganter geht

Dieses Beispiel stammt aus meinem Buch „Frau Janzen geht tanzen“. Dort ist das Rätsel allerdings in eine Geschichte verpackt. Die geht so:

Zwei Freundinnen treffen sich. Eine davon kann sich nicht mehr an den Namen ihres Berufes erinnern. So beschreibt ihr die Freundin die frühere Tätigkeit.

Der Vorteil so einer Geschichte liegt auf der Hand: Ich kann die Geschichte vorlesen. Mein Gegenüber hat nicht das Gefühl, dass er nun abgefragt wird. Dennoch kann er zuhören, mitdenken – und ohne Druck antworten.

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