Uli & die Demenz: Mit einem Jubiläum aktivieren

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Persönliche Jubiläen wecken Erinnerungen

Ein Jubiläum eignet sich nicht nur zum feiern, sondern auch zur Aktivierung. (Bild: pixabay.com)

40 Jahre verheiratet. 20 Jahre im Gesangsverein. 50 Blutspenden. 25 Jahre im gleichen Betrieb. All diese Jubiläen sind mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden. Sie können zu einem Schlüssel zu tieferen Empfindungen beim Betroffenen sein. Hier einige Tipps dazu.

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Was man immer wieder tut, gräbt sich tief ins Gehirn ein. Viele Jubiläen stehen für das, was jemand immer und immer wieder getan hat. Wer sich 25 Jahre bei der Feuerwehr eingebracht hat, hat in dieser Zeit vielleicht mehrere hunderte Feuerwehrübungen mitgebracht – und kann mit einem alten Feuerwehrhelm zum Erzählen angeregt werden. Wer mehrere Jahrzehnte verheiratet war, hat vielleicht oft seiner Frau eine Blume geschenkt – oder als Frau Blumen geschenkt bekommen. Und Blumen wecken daher positive Erinnerungen.

Visuelle Hilfmittel

Wer Gegenstände mitbringt, der kann die Aufmerksamkeit immer wieder darauf lenken. Das hilft, beim Thema zu bleiben. Sinnvoll kann eine Lokalzeitung sein – sie steckt voll mit Berichten über Dienst- und Ehejubiläen, aber auch über langjährige Vereinsmitgliedschaften oder Ehrungen von Blutspendern. Das kann Gespräche ankurbeln. Zum Thema „Goldene Hochzeit“ können Sie Eheringe mitbringen. Und wenn jemand viele Jahre Mitglied eines Vereins war, fallen Ihnen sicher auch gute Gedankenanstöße ein. Wie wäre es mit einem Notenblatt für den langjährigen Chorsänger – oder dem Firmenmaskottchen der Fabrik, für die jemand viele Jahre tätig war. Der treue Blutspender freut sich viellecht, wenn man ihm seine Blutspender-Ehrennadel zeigt. Oder wenn man den alten Blutspender-Pass mit Eintragungen von früher findet.

Fragen zum Jubiläum

Erinnerungen kann man gut mit Fragen und Gesprächsimpulsen anstoßen. Am 40. Hochzeitstag kann man fragen: Wo haben Sie Ihren Ehemann kennengelernt? Oder beim Firmenjubiläum: In welchen Abteilungen haben Sie gearbeitet? Was war früher anders? Wie viel Geld haben Sie in den 50er-Jahren verdient? Wie viel Urlaubstage hatten Sie in den 50er-Jahren?

Eine Gruppenstunde

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Was man mit einer Person machen kann, geht auch in der Gruppe. In einem Heim oder einer Tagespflege würde sich eine Gruppenstunde zum Thema „Jubiläum“ anbieten. Als Einstieg kann man Artikel aus der Lokalzeitung zu verschiedenen Jubiläen vorlesen. Gegenstände von verschiedenen Anlässen regen dann die Teilnehmer oft fast von selber zum Sprechen an. Und mit gezielten Fragen kann der Gruppenleiter das Gespräch am Laufen halten und vertiefen.

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