Uli & die Demenz: Drei Tipps zur Kommunikation bei Demenz

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Menschen mit schwerer Demenz jenseits der Worte abholen

Nonverbale Kommunikation bei Demenz kann funktionieren
Nonverbale Kommunikation bei Demenz ist einen Versuch wert (Bild: pixabay.com)

„Mein Mann äußert sich nicht mehr“, klagt Frau Langer. „Er nuschelt nur noch vor sich hin. Oder er sagt einzelne Worte.“ Diese ganzen Kommunikationstipps für Menschen mit Demenz bringen Frau Langer nichts mehr, klagt sie. Denn ihr Mann könne ja gar nicht mehr mit ihr sprechen. Wie kann Frau Langer trotzdem versuchen, Ihren Mann abzuholen?

Auf Gefühlsebene kommunizieren

Ich würde verstärkt darauf achten, wie ich etwas sage. Es kommt nicht nur auf den Inhalt meiner Worte an – sondern auf die Form. Wie ist mein Tonfall? Wie klingt meine Stimme? Wie kommt mein Tonfall bei meinem Gegenüber an? Wie wirkt meine Stimme auf ihn? Ich achte darauf, wohlwollend zu sprechen, mit freundlicher Stimmlage. Nicht zu hoch und nicht zu tief. So, wie ich selber es auch angenehm empfinden würde.

Füllwörter benutzen

Meistens stören unnötige Wörter: „hm“, „ach so“, „ja“. In der Kommunikation mit Menschen mit Demenz können Sie jedoch sehr hilfreich sein. So halte ich das „Gespräch“ in Gang. Der Dialog läuft weiter. Immerhin besser, als schweigend und verlegen da zu sitzen – und nicht zu wissen, was ich sagen soll. Die Schwaben „Häberle und Pfleiderer“ haben ja auch eine ganze Generation mit ihrem „So so, ja ja“ unterhalten. Mit Füllwörtern bleiben wir also dennoch im Gespräch. Weniger mit Inhalt. Mehr mit Gefühl.

Nonverbal kommunizieren

Ein Gespräch besteht ohnehin nicht nur aus Worten. Auch jenseits der Worte geschieht viel Kommunikation, mit der ich dem anderen Wertschätzung zeige: Augenkontakt wird oft als angenehm empfunden. Ebenfalls Berührungen. Allerdings gilt es hier, sensibel zu sein. Der Augenkontakt und die Berührungen sollten nicht intensiver sein, als es sich Ihr Gegenüber wünscht. Vielleicht lege ich lieber erst einmal dezent die Hand auf die Schulter. Und ein Lächeln hat ja auch noch nie geschadet – und öffnet so manches Herz.