Uli & die Demenz: Drei Ideen für Bibelgeschichten

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Für Christen mit Demenz

Die Bibel hat häufig noch ihren festen Platz im Leben älterer Menschen. (Bild: pixabay.com)
Die Bibel hat häufig noch ihren festen Platz im Leben älterer Menschen. (Bild: pixabay.com)

Früher kannte sie jeder. Heute sind sie nicht mehr so bekannt. Geschichten aus der Bibel. Frau Hirsch kennt sie aus dem Konfirmandenunterricht, Herr Wagner aus der Schule. Und Frau Winter hat sie in der Sonntagsschule oft erzählt. Die Erzählungen rund um die Schöpfung, von David und Goliath – oder dem sinkenden Petrus auf dem See Genezareth. Wer Menschen mit Demenz begleitet, die christlich geprägt sind, kann diese oft gut mit Geschichten abholen. Dabei gehe ich stets einen der drei folgenden Wege.

Weg 1: Reden & Hören

Manche Geschichten und Texte wecken vor allem deshalb Erinnerungen, weil die Worte durch viele Wiederholungen tief ins Gedächtnis eingegraben sind. Dabei denke ich an das „Vater unser“ oder an Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte…“, aber auch an die Weihnachtsgeschichte („Es begab sich aber zu der Zeit…“). Es empfiehlt sich, solche Texte mit kräftiger Stimme vorzulesen. Und dabei eine klassische Übersetzung zu wählen, z.B. die Luther- oder die Einheitsübersetzung.

Weg 2: Zeigen & Sehen

Manchmal lese ich nicht nur vor – sondern unterstütze das Gelesene auch noch mit Bildern. Manchmal mache ich es auch umgekehrt: Ich zeige die Bilder – und erzähle dazu die Geschichte in eigenen Worten. Manchmal verwende ich selbst angefertigte, einfache Skizzen. Und manchmal auch Bilder von anderen. Zum Beispiel Rembrandts Bild vom verlorenen Sohn Zum Thema „Arche Noah“ habe ich das gleichnamige Buch von Peter Spier verwendet. Obwohl es eigentlich ein Kinderbuch ist, eignen sich die Bilder auch für Menschen mit Demenz. Sehr ausdrucksstark für die Geschichten rund um Jesus ist das Buch „Er war einer von uns„.

Weg 3: Fühlen, Schmecken und Riechen

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Wenn ich mehrere Sinne anspreche, ist die Chance noch viel größer, dass etwas ankommt. Zusätzlich zum Sehen und Hören kann ich auch noch den Tast-, Geschmack- und Geruchssinn ansprechen. Tasten, indem ich meinem Gegenüber ein Holzkreuz in die Hand gebe (Ostern). Schmecken, indem ich ihn Brot kauen lasse (Brotvermehrung). Riechen, indem ich ihn an einer Blume riechen lasse (Erntedank).

So hoffe ich, dass bei Frau Hirsch, Frau Winter und Herr Wagner viele Sinne angeregt werden – und Impulse aus der Bibel bei ihnen schöne Erinnerungen wecken.

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