Bewerbung in der Pflege: Darauf muss man achten

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Trotz Fachkräftemangel bleibt eine gute Bewerbung der Schlüssel zum Erfolg

Trotz Fachkräftemangel nimmt die Pflege nicht jeden Bewerber. Besteht Interesse an einer ausgeschriebenen Stelle, ist eine aussagekräftige Bewerbung nach wie vor elementar.
Die Pflegebranche ist abwechslungsreich. Die Nähe zu Menschen, tägliche Herausforderungen, sowie schöne und schlimme Momente. So abwechslungsreich sollte auch die Bewerbung sein. (Foto: Fotolia)

Die Pflegebranche boomt dennoch bleiben viele Pfleger-Stellen unbesetzt. Die Ursachen: Fachkräfte mit Sozialkompetenzen sind rar, Bewerbungen flapsig.

Die attraktiven Stellen sind heiß begehrt. Genauigkeit, Struktur und ordentliches Auftreten sind nicht nur bei der Arbeit gefragt, sondern auch wenn es an die Unterlagen geht, mit denen sich ambitionierte Pflegekräfte bewerben. Die Bewerbung als Altenpflegerin oder Altenpfleger muss alle wichtigen Aspekte enthalten!

Immer nur eine vollständige Bewerbung verschicken

Die Bewerbung, ob in der Pflege im Altenheim oder als Krankenpfleger im Krankenhaus, besteht immer aus einem Anschreiben, dem Lebenslauf und den Anlagen. Im Anschreiben erläutert der Bewerber auf maximal einer Seite in einem Fließtext das Warum und Wieso: Warum bewerbe ich mich gerade in dieser Einrichtung – und wieso bin ich dazu geeignet, die freie Stelle zu besetzen?

Im Lebenslauf werden dagegen übersichtlich, kurz und prägnant die bisherigen Stationen des Bewerbers aufgezählt. Dazu gehören nicht nur die letzten Einrichtungen, sondern auch Angaben zu Ausbildungen. Wichtig: Nicht nur die Stationen nennen, sondern auch die jeweiligen Tätigkeitsbereiche ausführen. Was hat man konkret dort getan und wo war man eingesetzt? Erst diese Angaben machen den Lebenslauf aussagekräftig.

In die Anlagen gehören Arbeitszeugnisse sowie Unterlagen über Ausbildung und besuchte Fortbildungen, sodass sich der potenzielle Arbeitgeber ein Bild vom Bewerber machen kann. Diese Unterlagen sollten immer alle vollständig verschickt werden. Wer Dinge vergisst, kann den Job meist vor einem möglichen Bewerbungsgespräch abhaken.

Soft Skills sind besonders wichtig

Neben den Qualifikationen und nachweisbaren Kenntnissen, sind in der Pflege Soft Skills gefragt. Darunter versteht man Charakterzüge, die die Arbeitsweise prägen. In der Altenpflege sind natürlich Dinge wie Flexibilität, Belastbarkeit und Stressresistenz besonders angesagt – und nötig, um im Pflegealltag den Überblick zu behalten. Doch auch der Bezug zur Pflege der anvertrauten Menschen ist wichtig: Einfühlungsvermögen und Liebe zum Job sind nicht zu unterschätzen und können dem Bewerbungsanschreiben eine persönliche Note verleihen.

Auf die Einrichtung eingehen

Ob Krankenhaus, Tagespflege oder vollstationäres Altenheim: Jede Pflegeeinrichtung hat gewisse Eigenschaften und Leitlinien, die sie besonders macht. Oft werden dabei religiöse Motive und Ideen aufgegriffen, um die Motivation und Ausrichtung zu schärfen. In den meisten Einrichtungen sieht man es gerne, wenn Bewerber sich mit diesen Leitlinien beschäftigt haben und wissen, worauf sich das Haus beruft. Dabei ist es meist nicht notwendig, selbst einer bestimmten Konfession anzugehören. Wichtig ist, dass man zeigt, dass man als Bewerber zur Einrichtung passt. Man sollte also im Anschreiben darauf eingehen und verdeutlichen, dass man ein Auge für Details hat.

Kirchlicher Träger: Ein Problem?

Kirchliche Träger dominieren noch das Bild, sei es in der Pflege in Seniorenheimen oder in Krankenhäusern. Als Bewerber steht man dann vor der Frage: Kann ich mich bewerben, wenn ich einer anderen Konfession, Religion oder keiner Glaubensgemeinschaft angehöre? Selbstverständlich geht das. Die Religion ist reine Privatsache und muss in der Bewerbung nicht erwähnt werden. Allerdings wollen viele Pflegeeinrichtungen mit christlichen Leitlinien gerne wissen, ob man als Bewerber dieselben Werte teilt. Das sollten Bewerber in den schriftlichen Unterlagen transportieren. Nächstenliebe, Barmherzigkeit und der Wunsch, älteren Menschen zur Seite zu stehen, kommen immer gut an. Ein Expertentipp: Religionszugehörigkeit gar nicht erwähnen und gegebenenfalls im persönlichen Gespräch auf die eigenen Werte eingehen.


Über Christian Scherer
Christian Scherer ist Marketing Manager bei richtiggutbewerben.de, einem Online-Bewerbungsservice, der Jobsuchenden die Erstellung von Bewerbungsunterlagen abnimmt. Scherer ist Experte für Online-Bewerbungsverfahren und aktuelle Trends im Bereich Karriere und Bewerbung. Vor seinem Studium arbeitete er mehrere Jahre in der Verwaltung einer Altenpflege-Einrichtung und kann den Arbeitsalltag und die Probleme, vor die Pflegekräfte tagtäglich gestellt werden, sehr gut nachempfinden – auch im Hinblick auf die Suche nach neuen Stellen.

 

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