Abzocke mit dem Enkeltrick

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Wie Sie sich vor Tricks der Betrüger schützen

Veranstaltungsreihe “Verbraucher60plus: Abzocke im Alltag”: An fünf Abenden informierten Verbraucherministerium, Verbraucher Initiative e.V. und Landesseniorenrat gemeinsam zum Thema Abzocke im Alltag. (Foto: Verbraucher60plus)

Die klassisches Situation: Haustür oder Telefon klingeln. Dort heißt es dann: „Sie haben gewonnen“, oder „Wir haben ein supergünstiges Angebot für Sie“. Nicht jeder Vertreter und Anrufer ist gleich ein Betrüger. Aber gerade Senioren und Pflegebedürftige werden immer häufiger Opfer. Hier lesen Sie, wie Sie der Abzocke entgehen.

Ob Versicherungen, Rheumadecke oder die kleine Spende für den Tierschutzverein. Ältere Menschen werden häufiger Opfer von undurchsichtigen Touren der Betrüger als andere. „Ältere Leute sind anfällig dafür, auf knapp an der Illegalität vorbeigehende Angebote reinzufallen“, sagt der Referatsleiter für Verbraucherpolitik im Ministerium Baden-Württemberg, Peter Maier. Mit dem klassischen Enkeltrick haben Kriminelle im vergangenen Jahr allein in Baden-Württemberg etwa 900.000 Euro erschlichen. Hierbei behauptet ein Betrüger, der Enkel sei in Gefahr. In 570 Fällen erbeuteten Abzocker dabei Geld oder persönliche Daten, die dem vermeintlich Hilfebedürftigen zukommen sollten.

Verbraucherministerium warnt vor Abzocke

Mit einer Aufklärungstour durch das Land will daher das Verbraucherministerium zusammen mit Verbraucherschützern und Seniorenräten die Generation 60plus für die Gefahr, die von zwielichtigen Verkäufern am Telefon, an der Haustür oder auf Kaffeefahrten ausgeht, sensibilisieren. Eine Themenbroschüre zur Abzocke in Haustür und Telefon erhalten Sie ebenfalls auf den Seiten des Verbraucherministeriums. Der Seniorenrat hat schon länger registriert, dass das Interesse an Präventionsveranstaltungen mit der Polizei zum Thema Abzocke wächst.

Tipps, wie Sie sich vor Trickbetrügern schützen

Die Kriminalprävention der Länder und des Bundes gibt folgende Tipps, wie sich Ältere gegen die Abzocke schützen können:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Insgesamt raten Verbraucherschützer, sich nicht in ein Gespräch verwickeln zu lassen und keine persönlichen Informationen herauszugeben. Mit geschickten Fragen versuchen die Trickbetrüger häufig, Namen und Aufenthaltsort des Enkels oder eines anderen Verwandten herauszubekommen, um ihre Geschichte noch glaubwürdiger zu machen.

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