Heim vs. Ambulant: Die richtige Betreuungsform finden

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Welche Kriterien sie beachten sollten

Ein Treppenlift kann schon einiges erleichtern. (Foto: Fotolia)

Ein Schlaganfall und plötzlich wird Mama zum Pflegefall. Die Frage nach der richtigen Pflege-Form steht im Raum. Wir erklären Ihnen, welche Betreuungsform in Frage kommt, wann Ihr Angehöriger in den eigenen vier Wänden bleiben kann und in welchem Fall stationäre Pflege sinnvoll ist.

Kann mein Angehöriger in der eigenen Wohnung bleiben?

Grundsätzlich ja. Sie sollten aber unbedingt die Gegebenheiten prüfen und erst dann entscheiden. So kann es sein, dass der Wohnraum angepasst werden muss, zum Beispiel, weil ein Elternteil im Rollstuhl sitzt oder sich mit einem Rollator bewegt. Beratungsangebote hierzu gibt es bei Sozialdiensten, ambulanten Pflegediensten und beim MDK. Hilfsmittel wie ein Pflegebett oder einen Lifter bekommen Sie von den Krankenkassen bezahlt. Wichtig ist vor allem die familiäre Anbindung. Und, dass genügend helfende Hände in der Nähe sind, die regelmäßig nach Ihrem Schützling sehen. Dann kann Ihr Angehöriger trotz Pflegebedarf allein wohnen bleiben. Gibt es kein soziales Umfeld ist eine Heimunterbringung oft die bessere Wahl. Besonders im Fall einer fortschreitenden Demenz ist es kaum möglich, dass der Erkrankte weiterhin allein lebt.

Wie finde ich eine passende Pflegeeinrichtung?

Erste Anhaltspunkte kann das Internet geben. Der Pflegenavigator der AOK sucht Häuser in Ihrer Nähe heraus und zeigt auch die Transparenznoten des MDKs an. Doch Vorsicht, nahezu alle Heime haben Bestnoten. Einen persönlichen Besuch im jeweiligen Haus ersetzt das Internet daher nicht. Fragen Sie bei Wohnanlagen nach Besichtigungsterminen. Sprechen Sie dort mit Mitarbeitern, Bewohnern und anderen Angehörigen und machen Sie sich ein Bild vom Heimalltag. Achten Sie darauf, wie die Bewohner auf Sie wirken, informieren Sie sich über ehrenamtliche Strukturen, Beschäftigungsangebote und Mahlzeiten. Manche Heime bieten Ausflüge für Bewohner an, andere Kunsttherapien, wieder andere sind eng in die örtliche Gemeinde eingebunden. Fragen Sie nach, ob eigene Möbel mitgebracht werden können. Oder wie die Sterbekultur und -begleitung in der Einrichtung aussieht und für welche Grunderkrankungen die Pfleger ausgebildet sind. Letztendlich kommt es auf viele Faktoren an. Liebt Ihr Angehöriger Blumen, sollte auch das Pflegeheim einen Garten haben, in dem er spazieren gehen kann.

 

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