Ludwigsburg unterstützt Pflegebedürftige

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Stadtverwaltung setzt neue Programme auf

Pflegebedürftige werden von der Stadt Ludwigsburg vielseitig unterstützt. Beispielsweise durch ehrenamtliche Alltagshelfer. ( Foto: Fotolia)

Die Stadt Ludwigsburg reagiert auf die steigende Zahl älterer Mitbürger. Der Pflegestützpunkt des Landkreises unterstützt mit einem neuen Programm die Eigenständigkeit der Älteren und Pflegebedürftigen. Und das Seniorenbüro will neue Zielgruppen ansprechen. Beispielsweise Migranten.

Senioren zu Hause betreuen

Die immer mehr Hochbetagten haben oft körperliche oder geistige Einschränkungen und leben trotzdem zu Hause. Deshalb wurde vom Pflegestützpunkt das neue Projekt „Vital“ auf den Weg gebracht, bei dem es vor allem darum geht, die Fähigkeiten der Rentner zu stärken und sie fit zu machen für ein möglichst selbstständiges Leben.

Ehrenamtliche Helfer beraten und unterstützen Pflegebedürftige

Im Alltag sollen ehrenamtliche Mitarbeiter bei Pflege, medizinischen Fragen, Pädagogik, Bewegung oder Amtlichem helfen. Dabei kann die Leiterin des Pflegestützpunktes, Mariele Kerkhoff, auf einen Pool Freiwilliger zurückgreifen. Ihr sei es wichtig, dass ältere Menschen nicht per se als bedürftig dargestellt werden: „Viele sind nur punktuell eingeschränkt, insgesamt aber noch sehr vital“, sagt sie gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Bei dem Projekt gehe es vor allem darum, die vorhandenen Möglichkeiten der Menschen zu stärken – möglichst in allen Lebensbereichen.

Pflegebedürftigen raten, was ihnen zusteht

Oft wissen die Menschen gar nicht, welche Leistungen es gibt, oder sie fühlen sich als Bittsteller. Dabei gebe es einen Anspruch auf bestimmte Leistungen. Der Pflegestützpunkt in Ludwigsburg will den Menschen helfen, das zu bekommen, was ihnen zusteht. Das Ziel sei immer, dass Ältere so lange selbstbestimmt zu Hause leben können, wie möglich. Die Hilfe muss aber auf die Person abgestimmt sein und sie nicht unselbständiger machen, als sie es sind.

Ältere nicht unselbständiger machen, als sie es sind

Diese Einstellung ist genau nach Kerkhoffs Geschmack: „Wir suchen noch weitere Ehrenamtliche, die die Idee der Aktivierung unterstützen“, sagt sie. Zudem sei eine fachliche Kompetenz in einem bestimmten Bereich sehr hilfreich. Angedacht ist, dass die Ehrenamtlichen einmal in der Woche für das Projekt aktiv sind – also entweder zur Beratung im Pflegestützpunkt zur Verfügung stehen oder zu den Menschen nach Hause gehen. Pro Einsatz, der 60 bis 90 Minuten dauert, erhalten die sie zehn Euro. Für die Nutzer ist das Angebot kostenlos – es wird von der Pflegeversicherung finanziell gefördert.

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