Ratgeber: Rezeptfreie Schmerzmittel

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Schmerzmittel ist nicht gleich Schmerzmittel

Rezeptfreie Schmerzmittel können viele Beschwerden lindern
Rezeptfreie Schmerzmittel versprechen Linderung bei Schmerzen, Fieber und Entzündungen (Bild: pixabay.com)

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Menstruationsbeschwerden: Viele Menschen greifen bei diesen Symptomen zu Schmerzmitteln. Das Angebot an frei verkäuflichen Analgetika in Apotheken ist groß. Auch der Gebrauch von rezeptpflichtigen Präparaten nimmt immer weiter zu. Was bei Schmerzen im Körper passiert und wie verschiedene Schmerzmittel im Körper wirken, verrät der folgende Ratgeber.

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Was passiert bei Schmerzen im Körper?

Wird im Körper Gewebe geschädigt – etwa durch Entzündungen, verletztes Gewebe, oder auch verspannte Muskulatur – setzt der Körper das Enzym Cyclooxygenase frei. Es fördert die Produktion von Prostaglandinen, die die Empfindlichkeit der Schmerzrezeptoren steigern. In der Folge entstehen Schmerzen. Prostaglandine können außerdem entzündliche Prozesse fördern und im Gehirn den Sollwert für die Körpertemperatur erhöhen, was zu Fieber führt.

Verschiedene Schmerzmittel im Überblick

1. Nichtopioid-Analgetika

Zu den Nichtopioid-Analgetika zählen die nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Sie umfassen Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac, Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen. Präparate mit diesen Wirkstoffen sind als rezeptfreie Schmerzmittel in der Apotheke erhältlich, sofern ein gewisser Wirkstoffgehalt nicht überschritten wird. Der Name NSAR ist historisch begründet, denn in der Anfangszeit kamen sie vorrangig bei Rheuma-Patienten zum Einsatz. Erst später fanden Wissenschaftler heraus, dass diese Wirkstoffgruppe Schmerzen aller Art lindern kann.

NSAR hemmen das Enzym Cyclooxygenase und lindern den Schmerz. Sie sind außerdem fiebersenkend und entzündungshemmend. Da sie sich im entzündeten Gewebe anreichern, sind sie besonders wirksam. Der Wirkstoff Paracetamol weist hingegen nur einen schwachen antientzündlichen Effekt auf, sodass er nicht als NSAR gilt. Außerdem wirkt er ausschließlich in Rückenmark und Gehirn, während NSAR die Schmerzenzyme im gesamten Körper hemmen.

Leider kann es dadurch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen – vorrangig zu Magen-Darm-Beschwerden, erhöhtem Blutungsrisiko und eingeschränkter Nierenfunktion. Welches Medikament am besten geeignet ist, hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem vom allgemeinen Gesundheitszustand und der Einnahme weiterer Medikamente.

2. Opioid-Analgetika

Opioide sind die am stärksten wirksamen Schmerzmittel. Anders als NSAR docken sie direkt an den Rezeptoren der schmerzverarbeitenden Nervenzellen an. Die Schmerzreize werden dadurch nicht weitergeleitet. Leichte Opioide sind über ein normales Rezept erhältlich. Gegen sehr starke Schmerzen, bei denen konventionelle Schmerzmittel nicht mehr wirksam sind, verschreiben Ärzte Opioide, die dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen.

Opioide enthalten den jeweiligen Wirkstoff häufig in retardierter Form. So wird er gleichmäßig über mehrere Stunden freigegeben, um den Schmerz langfristig kontrollieren zu können. Allerdings sind Opioide nicht bei allen Schmerzarten wirksamer als nichtsteroidale Antirheumatika. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Juckreiz – diese lassen jedoch meist mit der Zeit nach. Außerdem ist zu beachten, dass Opioide süchtig machen können. Werden sie im Rahmen einer individuell abgestimmten Schmerztherapie eingenommen, ist das Risiko allerdings gering. Im Gegensatz zu NSAR können Opioide über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Verschiedene NSAR und ihre Einsatzgebiete

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1. ASS

Vor allem Kopfschmerzen und Migräne lassen sich mit Acetylsalicylsäure schnell und effektiv lindern. Allerdings beseitigt der Wirkstoff ausschließlich die Schmerzen, nicht aber verkrampfte Muskulatur im Nacken- oder Schulterbereich. Weil ASS nicht nur schmerzlindernd, sondern auch fiebersenkend und antientzündlich ist, kann es die Beschwerden bei einem grippalen Infekt lindern. Bei Regelbeschwerden und Zahnschmerzen sollte auf die Einnahme von ASS verzichtet werden, da der Wirkstoff die Blutgerinnung beeinträchtigt.

2. Ibuprofen

Ibuprofen ist das meistverkaufte NSAR. Es wirkt deutlich stärker antientzündlich als ASS und geht mit einem geringeren Blutungsrisiko einher. Vor allem bei Gelenk- und Muskelschmerzen können mit Ibuprofen gute Erfolge erzielt werden. Aber auch bei Regelschmerzen und in der Sportmedizin kommt der Wirkstoff häufig zum Einsatz. Als Saft kann er bereits Kindern ab sechs Monaten verabreicht werden.

3. Diclofenac

Diclofenac ähnelt im Aufbau Ibuprofen. Dennoch kann es sinnvoll sein, beide Präparate auszuprobieren. Wenn das eine nicht wirkt, kann das andere trotzdem die Schmerzen lindern. Diclofenac ist schnell wirksam und hilft beispielsweise bei Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen und rheumatischen Schmerzen. Bei Gelenkschmerzen kann der Wirkstoff auch als Salbe direkt auf die schmerzende Stelle aufgetragen werden.

Schmerzmittel kaufen

Bei Gesundheitsbeschwerden ist der Gang zum Arzt der beste Weg. Wenn Dauer, Ursache und Grad der Erkrankung bekannt sind, kann auch auf rezeptfreie Medikamente zurückgegriffen werden. Bei Erkältungen und Fieber, die in der kalten Jahreszeit häufiger auftreten, ist es hilfreich, fiebersenkende Schmerzmittel zur Hand zu haben. Die richtigen Medikamente können Schmerzen lindern, die erhöhte Temperatur senken und den Allgemeinzustand verbessern.

Der einfachste Weg, rezeptfreie Schmerzmittel zu erwerben, ist über Online Apotheken. Kunden erhalten Medikamente dort aus verschiedenen Gründen preisgünstiger, als in herkömmlichen Apotheken. Die Shop Apotheke bietet eine große Auswahl an Produkten, die Hilfe bei grippalen Infekten, Schmerzen und Fieber versprechen. Wer trotzdem von einem Apotheker beraten werden möchte, kann sich telefonisch Rat zur Auswahl fiebersenkender Schmerzmittel holen.

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